{"id":8,"date":"2014-07-24T14:19:05","date_gmt":"2014-07-24T12:19:05","guid":{"rendered":"http:\/\/psg.pmkunde.de\/?page_id=8"},"modified":"2024-10-27T13:26:40","modified_gmt":"2024-10-27T11:26:40","slug":"kloster-preetz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/?page_id=8","title":{"rendered":"Die Chronik des Adeligen Klosters Preetz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Der D\u00e4nenk\u00f6nig Waldemar II. (1202-1241), nannte sich vor\u00fcbergehend \u201eK\u00f6nig der D\u00e4nen und der Slawen&#8220;, so dass Holstein f\u00fcr zwei Jahrzehnte unter der Herrschaft des K\u00f6nigs von D\u00e4nemark stand. Er setzte den Sohn seiner Schwester, den jungen Grafen Albrecht von Orlam\u00fcnde, als seinen Statthalter in Holstein ein. Dieser wird um 1211 als Klosterstifter von Preetz genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/cms2014\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Das-Klostertor.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-218\" src=\"https:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/cms2014\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Das-Klostertor.jpg\" alt=\"Das Klostertor\" width=\"250\" height=\"187\" \/><\/a>Von ihm erz\u00e4hlt man sich die Sage von der Gr\u00fcndung des Preetzer Klosters:<br \/>\nVorzeiten bedeckte ein gro\u00dfer ungeheurer Wald die ganze Gegend, wo jetzt Preetz und die Gr\u00fcnde des Klosters liegen. Dort jagte einmal Graf Albrecht von Orlam\u00fcnde. Ein edler Hirsch sprang auf und lange verfolgte der Graf das fliehende Tier, als es mit einem Male unter einer gro\u00dfen Eiche stille stand und den Grafen ruhig anblickte, als wenn es den Tod nicht f\u00fcrchte. Schon legte er an, um es zu erlegen, als ein gl\u00e4nzendes Kreuz zwischen seinem pr\u00e4chtigen Geweih sichtbar ward. Da erkannte der Graf, da\u00df der Ort heilig sei und schonte den Hirschen; er lie\u00df den Wald ringsumher ausreuten (ausroden) und baute ein Kloster dahin, dem er reiche Eink\u00fcnfte und weite Strecken des Landes gab. Bis auf den heutigen Tag steht noch die gro\u00dfe heilige Eiche mitten im Ort (gemeint ist die Klosteranlage) vor der Wohnung des Klosterprobsten. Ein Graf Alf von Holstein soll unter ihren \u00c4sten sp\u00e4ter seinen Schie\u00dfstand gehabt haben. Man sch\u00e4tzt das Alter der Eiche auf dem Klosterhof auf ca. 800 Jahre, den Umfang auf ca. 6,70 m (am Fu\u00df gemessen), neueren Untersuchungen im Jahre 1999 zufolge betr\u00e4gt das Alter dieses Baumes ca. 450 (+ vielleicht 100) Jahre und sein Umfang, BHU, d.h. in Brusth\u00f6he gemessen, nur 5,67 Meter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/psg.pmkunde.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Das-Preetzer-Kloster.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-219\" src=\"https:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/cms2014\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Das-Preetzer-Kloster.jpg\" alt=\"Das Preetzer Kloster\" width=\"248\" height=\"186\" \/><\/a>Der Stifter soll den Preetzer Nonnen dann auch die Fleckenskirche unweit der Klostergr\u00fcndung (heute im Stadtgebiet) zugewiesen haben. Das Kloster hatte fortan das Patronatsrecht inne. Es gibt Hinweise, dass die Preetzer Fleckenskirche, auch \u201eLotharskirche\u201c genannt, ihren Ursprung bei Vicelin findet. Die Gr\u00fcndung wird um das Jahr 1150 vermutet. Dass die Kirche auch als \u201eLotharskirche\u201c bezeichnet wird, deutet auf die Verbindung zwischen dem Apostel der Wagrier, Vicelin, und Kaiser Lothar hin, die jedoch in der Stiftungsurkunde des Klosters von 1226 und auch danach nicht mehr erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Ort \u201eMarienfelde&#8220;, der den Nonnen zuerst zugewiesen wurde, verlie\u00dfen sie bald, um nach \u201eErpesfelde&#8220;, etwa 4 km westlich von Preetz, zu ziehen (um 1233). Um 1230 gelangte das Kloster nach \u201eLutterbeke&#8220;, in die Probstei, wo in der N\u00e4he vom L\u00fcbecker Bischof in \u201eKarcenhagen&#8220; (Probsteierhagen) eine Kirche errichtet wurde. Um 1260 lie\u00df es sich endlich in Preetz nieder, an der Stelle, wo es sich heute noch befindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun konnten feste Bauten und eine eigene Kirche errichtet werden. Das Baumaterial dazu lieferte die Klosterziegelei. Zum Bau der Klosterkirche reichten die eigenen Mittel nicht aus. Die Bisch\u00f6fe von Schwerin, Ratzeburg, L\u00fcbeck und Pommern verk\u00fcndigten daher einen vierzigt\u00e4gigen Ablass (Erlass der zeitlichen S\u00fcndenstrafe) f\u00fcr alle, die beim Klosterbau in Porez (Preetz) behilflich waren. Es wurde also, wie damals \u00fcblich, in weitem Umkreis f\u00fcr den Kirchenbau gesammelt. Im Jahre 1307 fiel er einer Feuersbrunst zum Opfer. Erst um 1340 konnte der Nachfolgebau fertiggestellt werden, der noch heute steht und der zuletzt im 19. Jahrhundert grundlegend restauriert wurde. Noch heute ist die Preetzer Sch\u00fctzengilde eng mit dem Kloster verbunden und bekr\u00e4ftigt diese Verbundenheit durch das Abholen des Klosterprobsten zum Gildefest. Der Klosterprobst ist gleichfalls Gildebruder der Preetzer Sch\u00fctzengilde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der D\u00e4nenk\u00f6nig Waldemar II. (1202-1241), nannte sich vor\u00fcbergehend \u201eK\u00f6nig der D\u00e4nen und der Slawen&#8220;, so dass Holstein f\u00fcr zwei Jahrzehnte unter der Herrschaft des K\u00f6nigs von D\u00e4nemark stand. Er setzte den Sohn seiner Schwester, den jungen Grafen Albrecht von Orlam\u00fcnde, als seinen Statthalter in Holstein ein. Dieser wird um 1211 als Klosterstifter von Preetz genannt. 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