{"id":20,"date":"2014-07-24T14:20:19","date_gmt":"2014-07-24T12:20:19","guid":{"rendered":"http:\/\/psg.pmkunde.de\/?page_id=20"},"modified":"2023-07-31T10:04:50","modified_gmt":"2023-07-31T08:04:50","slug":"gildewappen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/?page_id=20","title":{"rendered":"Unser Gildevogel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/cms2014\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Gildeadler-Urkundeo.Schr-Flatter-gelb.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-138 size-medium\" style=\"border: 1px solid #000000;\" src=\"http:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/cms2014\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Gildeadler-Urkundeo.Schr-Flatter-gelb-300x245.jpg\" alt=\"Gildeadler-Urkunde,o.Schr,-Flatter-gelb\" width=\"300\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/cms2014\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Gildeadler-Urkundeo.Schr-Flatter-gelb-300x245.jpg 300w, https:\/\/preetzer-schuetzengilde.de\/cms2014\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Gildeadler-Urkundeo.Schr-Flatter-gelb-1024x837.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das meiste Brauchtum rankte sich auch in der Preetzer Sch\u00fctzengilde um das Vogelschie\u00dfen, das durch die Kombination mit dem \u201eGilde-Halten\u201c allm\u00e4hlich im Lauf der Jahrhunderte in den Vordergrund trat und dabei auch neue Sitten entwickelte. Nur der Vogel, nach dem man schoss, blieb lange von gleicher Art. Noch 1805 w\u00fcnschte man den \u201eEi\u00dfernen\u201c beizubehalten, dessen Rumpf aus Holz war, die Gewinnteile Kopf, Fl\u00fcgel und Schwanz bestanden aus Eisen. Beim Lustvogelschie\u00dfen der Gesellen benutzte man schon Ende des Jahrhunderts den senkrecht stehenden \u201es\u00e4chsischen Vogel\u201c ganz aus Holz. F\u00fcr den schweren eisenbeschlagenen Vogel der Gilde gebrauchte man gro\u00dfkalibrige B\u00fcchsen, bei denen drei Kugeln ein Pfund wogen, ab 1748 kleinere mit sechs Kugeln je Pfund. Wie in allen Gilden gab es eine Reihe von Sicherheitsvorschriften f\u00fcr den Umgang mit den B\u00fcchsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Richten des Gildevogels geschah unter Mithilfe von 16 Gildebr\u00fcdern, ab 1785 brachte ein Zimmermeister allein mit seinen Gehilfen \u201eden Vogel zum Baum\u201c und baute ihn f\u00fcr entsprechendes Entgelt auch wieder ab. Beim Schie\u00dfen um K\u00f6nigsw\u00fcrde und Gewinne gab es f\u00fcr den K\u00f6nig einen Silberbecher, seit 1769 f\u00fcr den gleichen Betrag einen gro\u00dfen Silberl\u00f6ffel, f\u00fcr den Abschuss der \u00fcbrigen vier Gewinne je einen Silberl\u00f6ffel. Wer nur f\u00fcr ein \u201eWitwen- oder Nebenhaus\u201c eingeschrieben war, hatte \u201ekeinen antheil an den Sch\u00fc\u00dfen\u201c und zahlte bei der Umlage zum Fest auch nur die H\u00e4lfte. Zu gelegentlichen Unstimmigkeiten kam es, wenn der Vogel zu \u201eschwach\u201c oder zu \u201estark\u201c gearbeitet war, wenn jemand ein \u201ezu gro\u00dfes\u201c Gewehr benutzte oder Gewinne streitig machte. Zumeist einigte man sich g\u00fctlich, so dass nur selten der Probst als Obrigkeit eingreifen musste. Ihm standen seit Alters die ersten drei Sch\u00fcsse zu, sie wurden aber fast immer vom Unterprobst als seinem Stellvertreter abgegeben. Jeder Sch\u00fctze hatte nach Aufruf seiner Nummer drei Sch\u00fcsse hintereinander, von denen er zwei f\u00fcr andere Mitglieder abgeben konnte. \u201eDie K\u00f6nigschafft\u201c wurde h\u00e4ufig durch einen gewandten Sch\u00fctzen im Auftrag f\u00fcr einen daran interessierten Gildebruder erzielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1872 wurde zum letzten Mal auf einen eisernen Vogel geschossen. Da es an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nicht gelang, den Vogel abzuschie\u00dfen, mu\u00dften die letzten Troph\u00e4en verlost werden. Nach diesem Vorfall beschloss die Gilde, zuk\u00fcnftig auf einen kleineren Vogel zu schie\u00dfen.<\/p>\n<p>Seit 1873 wird in der Preetzer Sch\u00fctzengilde auf den sogenannten \u201es\u00e4chsischen\u201c Vogel geschossen, der au\u00dfer Rumpf, Kopf, zwei Beinen, zwei Fl\u00fcgeln und Schwanz noch mit Zepter, Reichsapfel, Krone, Schnabel, 4 Fahnen und 8 Flattern versehen ist. Die heutigen Gewinne sind die Sch\u00f6pfkelle f\u00fcr den K\u00f6nig, Essl\u00f6ffel f\u00fcr die gro\u00dfen und Kaffeel\u00f6ffel f\u00fcr die kleinen Troph\u00e4en. Das Material ist immer noch Silber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das meiste Brauchtum rankte sich auch in der Preetzer Sch\u00fctzengilde um das Vogelschie\u00dfen, das durch die Kombination mit dem \u201eGilde-Halten\u201c allm\u00e4hlich im Lauf der Jahrhunderte in den Vordergrund trat und dabei auch neue Sitten entwickelte. Nur der Vogel, nach dem man schoss, blieb lange von gleicher Art. 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